Friedlicher Drache

Schule für Kampfkunst und Meditation

Taiji

Taijiquan lässt sich in etwa übersetzen mit „Faustkampf nach dem höchsten Prinzip“ bzw. „Faustkampf nach den Prinzipien von Yin und Yang“ und gehört zu den „inneren“ oder sanften Kampfkünsten. Charakteristisch ist der langsame, ununterbrochene Bewegungsfluss, der mit „dem großen Fluss, der unendlich weiterströmt“ verglichen wird, und der zu einer Harmonisierung des gesamten Organismus führt. Taijiquan hilft dabei, die eigene Mitte zu finden und das körperliche und seelische Wohlbefinden zu erhöhen.

Das Erlernen von Formen (bei uns wird eine lange Form in drei Teilen aus dem sogenannten „Yang-Stil“ unterrichtet) sollte nicht zum Selbstzweck werden, sondern durch die stetige Auseinandersetzung mit den Taiji-Prinzipien lebenslanges Wachstum und Entwicklung auf den unterschiedlichen Ebenen des Menschseins ermöglichen (körperlich, emotional, kognitiv, spirituell). Auf der körperlichen Ebene können durch eine langfristige regelmäßige Praxis neben der allgemeinen Verbesserung von Koordination, Beweglichkeit und Entspannungsfähigkeit vielfältige Gesundheitswirkungen erzielt werden, was auch in medizinischen Studien belegt wurde (z.B. positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem und den Bewegungsapparat, Verminderung der Sturzneigung bei alten Menschen). In Partnerübungen können die Taiji-Prinzipien vertieft werden.

Taiji kann auch von körperlich eingeschränkten Personen praktiziert werden, wenn sie von einem erfahrenen Lehrer dabei unterstützt werden, die Übungen an ihre Möglichkeiten anzupassen.